Und der Haifisch, der hat Zähne
- ein spannender True-Crime-Abend an der Realschule Weilheim
Einen Abend voll knisternder Spannung veranstaltete die Realschule Weilheim am 16. Juni 2026 in ihrem vollbesetzten Mehrzweckraum.
Dem Engagement von Konrektor Markus Kölsch und Marcus Schlegel, dem Vorsitzenden des Fördervereins, war diese Veranstaltung zu verdanken, die im Rahmen des 75-jährigen Realschuljubiläums dazu eingeladen hatten.
Zum Auftakt begrüßte Markus Kölsch die bunt gemischte Besucherschar aus Schülern, Eltern, Lehrkräften und Mitarbeitern, darunter auch einige Ehemalige. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass trotz des sonnigen Wetters so viele den Weg in die Realschule gefunden hatten.
Passend zum Thema übernahmen der Chor und das Ensemble der Musiklehrerinnen Regina Lindner und Angela Feneberg die musikalische Umrahmung.
Zur Überraschung des Publikums und der Referenten sangen sie zu Beginn "Die Moritat von Mackie Messer" aus der Dreigroschenoper, besser bekannt als "Und der Haifisch, der hat Zähne", womit sie für allgemeine Erheiterung sorgten.
Gespannt und mucksmäuschenstill lauschten die etwa hundert Zuhörer anschließend dem Programm "Fiktion vs. Fakten" des Münchner Krimiautors, bildenden Künstlers und München-Kenners Martin Arz und des Hauptkommissars Ludwig Waldinger, Pressesprecher des Landeskriminalamts Bayern.
Martin Arz las aus zwei seiner allesamt in München verorteten Kriminalromanen "Münchner Gsindl" und "Stadt Panther", und erzählte schließlich noch die Geschichte von Bally Prell, der Schönheitskönigin von Schneizlreuth, eine in der Mitte des 20. Jahrhunderts gefeierte Münchner Volkssängerin, die viele Menschen um ihr Geld gebracht hat.
Dazwischen ergriff Immer wieder Ludwig Waldinger das Wort. Er verriet dem Publikum, dass echte Ermittlungsarbeit "stinklangweilig" sei, gab einen Einblick in die organisierte Kriminalität und räumte auf mit dem Mythos, dass alle Pizzerien von der Mafia unterwandert seien. Darüber hinaus klärte er über das Wesen des Finanzkonstrukts Schneeballsystem auf und rückte die Praxis der Fernsehkrimis, Häuser der Tatverdächtigen ohne Durchsuchungsbeschluss aufzusuchen, ins rechte Licht.
Als Höhepunkt seines Vortrags zeigte er verschiedene Messer, die mit sich zu führen heutzutage in Deutschland verboten ist.
In der Pause boten Mitglieder des Fördervereins der Realschule kalte Getränke, Knabberzeug und Popcorn. Bevor der Chor und das Ensemble dem Publikum noch eine letzte Darbietung präsentierten, durfte das Publikum Fragen an die Referenten stellen.
Insgesamt handelte es sich um einen sehr gelungenen, kurzweiligen Abend.